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	<title>SPD Langenhorn &#187; Shared Space</title>
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		<title>Shared Space – Was ist das eigentlich ?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 13:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Rugbarth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Shared Space]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Shared Space  (Schäärd Späiß) ist englisch und bedeutet soviel wie gemeinschaftlich genutzter Raum.

Der Begriff bezeichnet ein in den Niederlanden entwickeltes Verkehrskonzept, das die Regeln im öffentlichen Straßenraum auf zwei reduziert:
Gegenseitige Rücksichtnahme
und das
Rechts-vor-Links-Gebot.
Shared Space bedeutet also:
Alle Verkehrsteilnehmer teilen sich gleichberechtigt die gesamte Fläche.
Die Unterteilung in Fahrbahn und Fußwege wird aufgehoben.
 Bordsteine, Verkehrsinseln, Parkplätze verschwinden.
 Ebenso wird auf Ampeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Shared Space</em>  (Schäärd Späiß) </strong>ist englisch und bedeutet soviel wie <strong><em>gemeinschaftlich genutzter Raum</em></strong>.</p>
<p><img class="alignnone" title="Shared Space Pläne in Langenhorn" src="http://lh3.ggpht.com/_Fz5F86bzlKI/S40bARxo8VI/AAAAAAAAABw/MNO7Fh_-Nxg/s640/IMGP0362.JPG" alt="" width="325" height="185" /></p>
<p>Der Begriff bezeichnet ein in den Niederlanden entwickeltes Verkehrskonzept, das die Regeln im öffentlichen Straßenraum auf zwei reduziert:</p>
<p><strong>Gegenseitige Rücksichtnahme</strong></p>
<p>und das</p>
<p><strong>Rechts-vor-Links-Gebot</strong>.</p>
<p>Shared Space bedeutet also:</p>
<p><strong>Alle Verkehrsteilnehmer teilen </strong>sich<strong> gleichberechtigt </strong>die<strong> gesamte Fläche</strong>.</p>
<p>Die <strong>Unterteilung</strong> in <strong>Fahrbahn</strong> und <strong>Fußwege</strong> wird <strong>aufgehoben</strong>.</p>
<p> <strong>Bordsteine, Verkehrsinseln, Parkplätze verschwinden</strong>.</p>
<p> Ebenso wird auf <strong>Ampeln</strong> und <strong>Verkehrsschilder verzichtet</strong>.</p>
<p> Es entsteht eine <strong>gewollte Unsicherhei</strong>t unter den Verkehrsteilnehmern, die nur durch <strong>Blickkontakt</strong> und <strong>vorausschauendes Handeln</strong> aufgelöst werden kann.<span id="more-155"></span><br />
 Shared Space will so  das <strong>Miteinander</strong> im öffentlichen Raum betonen, <strong>Aufenthalts- und Lebensqualität</strong> sollen steigen und gleichzeitig der <strong>Verkehrsfluss</strong> verbessert werden.</p>
<p> Soweit die Theorie….</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Warum beschäftigen wir uns mit dem Thema?</span></strong></p>
<p>In Deutschland gibt es erst eine einzige Straße nach dem <em>Shared Space</em>-Konzept.</p>
<p>Sie liegt in Bohmte, einer kleinen niedersächsischen Ortschaft mit ca. 13.000 Einwohnern.</p>
<p>Doch das könnte sich bald ändern -  jedenfalls, wenn es nach Schwarz-Grün in Hamburg geht:</p>
<p>Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL soll in jedem der sieben Hamburger Bezirke ein <em>Shared Space</em>-Projekt umgesetzt werden.</p>
<p>Nachdem zunächst für unseren Bezirk Hamburg Nord drei Straßen im Gespräch waren, wird im Moment nur noch eine Option diskutiert – und die liegt direkt vor unserer Haustür:</p>
<p>Gemeint ist die „kleine“ <strong>Tangstedter Landstraße</strong> zwischen der Langenhorner Chaussee und dem Krohnstieg.</p>
<p>Ein echtes Langenhorner Thema also, mit dem wir uns im Distriktssvorstand natürlich beschäftigt haben. Mit sehr großer Einmütigkeit sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen: <strong>Die SPD Langenhorn-Süd lehnt eine Umwandlung der Tangstedter Landstraße in einen <em>Shared Space</em> ab!</strong></p>
<p>Dazu haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben, die es – in verkürzter Form- sogar bis ins Hamburger Abendblatt geschafft hat.</p>
<p>Doch natürlich wollten wir auch allen Mitgliedern, allen Interessierten und Betroffenen  aus unserem Stadtteil die Möglichkeit geben, sich näher über das Thema zu informieren und sich eine Meinung zu bilden…</p>
<p> <strong><span style="text-decoration: underline;">Januar-Distriktsversammlung: Gemeinschaftsstraße? Nein Danke!</span></strong></p>
<p>Mit diesem Ansatz lagen wir goldrichtig, denn der Große Saal im Bürgerhaus war trotz der Witterung sehr gut besucht -  auch viele Nicht-Genossen fanden dieses Mal den Weg zur SPD.</p>
<p>Schnell wurde klar: Auch hier in der größeren Runde würde Shared Space überwiegend auf Widerstand stoßen. Die Ablehnung begann schon beim Namen: der Anglizismus stieß insbesondere bei den Älteren auf Unverständnis. Man einigte sich drauf, künftig den Begriff <strong>Gemeinschaftsstraße</strong> zu verwenden und die Umwandlung der Tangstedter Landstraße in eine solche Gemeinschaftsstraße für eine <strong>Schnapsidee</strong> zu halten. Folgende Argumente spielten dabei u. A. eine Rolle:</p>
<p><strong>Langenhorn als Versuchskaninchen:</strong></p>
<p>Nicht das Streben nach dem Wohl für die Menschen rund um die Tangstedter Landstraße steht im Mittelpunkt schwarz-grüner Politik, sondern lediglich die Suche nach einem Standort in Stadtrandlage für ein Modellprojekt mit ungewissem Ausgang: Langenhorn soll als Versuchskaninchen  herhalten für eine in den Koalitionsvertrag hinein verhandelte L<strong>iebhaberei der GAL</strong></p>
<p> <strong>Geld kann man nur einmal ausgeben:</strong></p>
<p>Eine derart radikale verkehrs- und stadtplanerische Maßnahme (Verzicht auf Kantsteine etc.) <strong>kostet Geld</strong>. Geld, das wir nicht im Überfluss haben, Geld, das in unserem Bezirk, sogar im Stadtteil (Umgestaltung des Langenhornern Marktes) für weitaus sinnvollere Maßnahmen verwendet werden sollte.</p>
<p><strong> </strong><strong>Langenhorn ist nicht Bohmte</strong></p>
<p>Langenhorn ist nur einer von über 100 Hamburger Stadtteilen. Und doch leben hier mehr als drei Mal so viel Einwohner wie im beschaulichen Bohmte. Die Tangstedter Landstraße ist eine beliebte und belebte Durchgangsstraße und eine von <strong>Langenhorns Hauptverkehrsadern</strong> mit hoher Frequenz.</p>
<p>Alle paar Minuten schieben sich Busse durch die Straße, es gibt einen Taxistand.</p>
<p>Wie man hier den Verkehrsfluss steigern, dabei gleichzeitig die Lebens- und Aufenthaltsqualität verbessern will, bleibt mehr als fraglich und erinnert an die Quadratur des Kreises.</p>
<p><strong>Parken verboten</strong></p>
<p>Die Parkplatzsituation in der Tangstedter Landstraße wird so, wie sie ist, überwiegend als durchaus befriedigend empfunden. Für Gewerbetreibende, Arztpraxen, andere Dienstleister und natürlich das Bürgerhaus Langenhorn sind die <strong>Parkplätze unverzichtbare Standortfaktoren</strong>. Ein Abbau dieses  Parkraums steht in keinem Verhältnis zu einem eventuellen, ohnehin zweifelhaften Nutzen einer Gemeinschaftsstraße.</p>
<p><strong>„..zwar tot aber im Recht“</strong></p>
<p>Die Omi mit dem Gehwagen soll die gleichen Rechte bekommen, wie der Fahrer eines 7,5 Tonners.</p>
<p>Was so schön klingt, könnte in der Realität ganz anders aussehen. Denn eine Gemeinschaftsstraße verzichtet auf <strong>Schutzräume für die Schwachen und Schwächsten</strong> der Gesellschaft. Kinder, Alte, und Menschen mit Behinderungen brauchen Bürgersteige, auf denen Autos nichts zu suchen haben.</p>
<p>Und für einen Blinden klingt  ein Verkehrskonzept, das schwerpunktmäßig auf Blickkontakt beruhen soll, wie blanker Hohn.</p>
<p> <strong>Es grünt so grün….</strong></p>
<p>Wenn man das Shared Space-Konzept ernst nimmt, wären die vielen <strong>Straßenbäume</strong> in der Tangstedter Landstraße in Gefahr. Denn sie stellen Sichtbehinderungen dar, die eigentlich vermieden werden sollen. Kahlschlag in Langenghorn? Nicht mit uns!</p>
<p> <strong>Chaos statt Gleichklang</strong></p>
<p>Die Tangstedter Landstraße hat so etwas wie Tradition und Flair. Sie bietet Fußgängern einen angenehmen Aufenthalt, es gibt breite Fußwege die mehr sind als nur ein Feigenblatt, sommerliche Außengastronomie, ansehnlichen Baumbestand. Die Bürgersteige sind  durch einen Gürtel aus Stellplätzen von der Fahrbahn abgeschirmt. Die Autofahrer haben verhältnismäßig freie Bahn und finden meistens einen Parkplatz. Ein <strong>gut eingespieltes Nebeneinander</strong> existiert, niemand wird wesentlich bevorzugt.</p>
<p>Dieser Gleichklang ist durch eine Gemeinschaftsstraße ohne Not bedroht. Das wollen wir nicht hinnehmen.</p>
<p>Schlagende Argument also zuhauf. Einige Besucher der Distriktsveranstaltung wollten sogar eine Bürgerinitiative gegen die Gemeinschaftsstraße gründen. Doch vielleicht ist so ein Schritt gar nicht nötig. Denn es wurde deutlich: Die örtliche SPD ist an dem Thema dran, macht politisch Druck und wird über weitere Entwicklungen zuverlässig informieren.</p>
<p>Ein erfolgreicher Auftakt also für unseren Distrikt ins Jahr 2010!</p>
<p> Thomas Kegat</p>
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